23.06.2020

Erster Spatenstich zum Neubau einer multifunktionalen Freiluftsporthalle

Ein innovatives Projekt mit Strahlkraft über das Emsland hinaus, so lautete die einhellige Meinung der Anwesenden beim symbolischen ersten Spatenstich zur Freiluftsporthalle des SV Schwarz-Weiß Varenrode.

Zu der Veranstaltung begrüßte der Vereinsvorsitzende Rainer Reekers Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft und skizzierte kurz den Weg von der anfänglichen Idee bis zum Spatenstich. Der technische Einblick unterstreicht gleichzeitig den sportlichen Weitblick dieses Projektes: Ein moderner, elastisch gelagerter Kunstrasen ohne Plastikgranulat soll für verschiedene Sportarten eine ganzjährige Nutzung ermöglichen. Schutz vor äußeren Einflüssen bietet die Hallenkonstruktion in Verbindung mit Ballfang- und Windschutznetzen. Eine umlaufende Bande und Vorrichtungen für Netz-Ballspiele runden die Multifunktionalität der 15 x 30 Meter großen Freiluftsporthalle ab. Damit die Sportstätte möglichst vielen Sportlern und Sportlerinnen der Samtgemeinde Spelle zur Verfügung steht, wurde zwischen den vier Sportvereinen mit ihren über 80 Fußballteams eine Kooperation beschlossen.

Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 200.000 Euro. Der Landessportbund Niedersachsen fördert die Maßnahme mit 70.000 Euro. Ein Zuschuss, der ohne die zusätzlichen Förderprogramme des Landes Niedersachsen geringer ausgefallen wäre,  wie KSB Präsident Michael Koop und der Landtagsabgeordnete Christian Fühner betonten. Die Gemeinde Spelle und der Landkreis Emsland steuern jeweils 40.000 Euro bei. Landrat Marc-André Burgdorf berichtete, dass das Projekt auf breite Zustimmung in den zuständigen Gremien gestoßen sei und die Umsetzung mit hoher Eigenleistung beispielhaft für das Emsland sei. Die Emsländische Sparkassenstiftung fördert die Baumaßnahme mit 20.000 Euro, so dass bei den Bauherren aus Varenrode ein Eigenanteil von 30.000 Euro verbleibt.

Damit die Baukosten nicht deutlich höher liegen, setzt man auf hohe Eigenleistungen der Vereinsmitglieder und wird das Projekt nicht schlüsselfertig vergeben, so Reekers. Durch die Trennung der Gewerke können gezielt lokale Fachkompetenzen und Unterstützungen einbezogen werden. Die Firma Hölscher + Leuschner stellt dem vereinsinternen Bauausschuss ihre Expertise im Stahlbau und Projektmanagment zur Verfügung. Viele Detaillösungen zur sicheren und uneingeschränkten Nutzung konnten so erarbeitet werden. Im Bereich des Unterbaus kann sich der Verein auf die Firmen Räkers Bau und Rekers Beton verlassen – für  die Betonbauer aus Spelle ist es nach bundesweiten Stadionbauten (u.a. Hannover 96) wohl das bisher kleinste „Arena-Projekt“.

Hubert Börger vom NFV-Kreis Emsland lobte das hohe Maß an Eigeninitiative der Schwarz-Weißen aus Varenrode. Eine solche Freilufthalle, gebaut nach dem von vielen Gästen hervorgehobenen „emsländischen Projektansatz“, könnte Vorbildcharakter für andere Standorte haben.

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Seite zuletzt aktualisiert am: 12.07.2020

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