27.05.2021

LandesSportBund Niedersachsen kritisiert Stufenplan 2.0 – Distelrath: „Wichtig, immer wieder die Stimme zu erheben“

Autor / Quelle: NFV/FFor

NFV-Präsident Günter Distelrath begrüßt das heute herausgegebene Schreiben des LandesSportBundes Niedersachsen an den Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil, in dem der LSB den Stufenplan 2.0 kritisiert. „Es ist wichtig, immer wieder und gemeinsam die Stimme des Sports zu erheben. Es geht um die verantwortungsbewusste und vertretbare Rückkehr zum geregelten Sportbetrieb für alle Mitglieder und Sportarten. Dafür steht ja auch die vor Kurzem gemeinsam von DFB und DOSB gestartete Petition „Draußen muss drin sein“.

In dem heutigen Schreiben an Weil bezeichnen LSB-Präsident Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach und der Vorstandsvorsitzende Reinhard Rawe die Regelungen des Stufenplans 2.0 aus Sicht des Sports als unverhältnismäßig und unverständlich. Zudem würden die Regelungen den gesundheits- und gemeinschaftsfördernden Wirkungen des Sports gerade in der Corona-Pandemie nicht gerecht. Deshalb bitten Umbach und Rawe um eine weitgehende Öffnung des Vereinssports.

In einem 10-Punkte-Plan listen sie zentrale Erwartungen des niedersächsischen Sports auf, die in 28 schriftlichen Stellungnahmen von Sportbünden und Landesfachverbänden zum Stufenplan 2.0 sowie von mehr als 130 Vertreterinnen und Vertreter der Sportorganisation in Videokonferenzen des LSB zur aktuellen Corona[1]Verordnung formuliert wurden.

Allgemeine Erwartungen

1. Bei Testungen ist sowohl den Übungsleiterinnen und Übungsleitern als auch den Sportlerinnen und Sportlern Vertrauen zu schenken, dass sie auch ohne eine Kontrolle dritter Personen Selbsttests nutzen dürfen. Testergebnisse z. B. des Arbeitgebers oder der Schule sind ebenfalls zu akzeptieren.

2. Für geimpfte, genesene und negativ getestete Personen muss jeglicher Sport, also auch Kontaktsport möglich sein.

Breitensport draußen:

3. Außensport als Kontaktsport wie auch kontaktloser Sport muss für Gruppengrößen bis 50 Personen in allen drei Stufen wieder geöffnet und dabei auch Wettkampfsport zugelassen werden.

4. Für Kontaktsport muss auf Testungen in den Stufen 1 und 2 verzichtet werden. Für kontaktlosen Sport im Außenbereich sind Testungen in keiner Stufe erforderlich.

5. Duschen und Umkleidekabinen müssen mit Hygienekonzept zumindest in den Stufen 1 und 2 geöffnet werden dürfen.

Breitensport drinnen:

6. Für den Innensport bedarf es in allen Stufen einer Öffnung von kommunalen, städtischen und vereinseigenen Sporthallen für kontaktfreien Sport in Gruppen von mindestens 30 Personen.

7. Für Kontaktsport im Innenbereich muss es in den Stufen 1 und 2 Öffnungen für Kinder sowie geimpfte, genesene und negativ getestete Erwachsene geben in Gruppen von mindestens 30 Personen

Schwimmsport:

8. Freibäder (inklusive Strandbäder) müssen in allen drei Stufen mit Hygienekonzept geöffnet werden.

9. Öffnungen von Umkleidekabinen und Duschen müssen bei vorliegendem Hygienekonzept in allen drei Stufen ermöglicht werden.

10.In Hallenschwimmbädern und Freibädern müssen auch Vereinsangebote analog zum Schwimmunterricht in Gruppen von bis zu 20 Personen ermöglicht werden.

Außerdem müsse im Stufenplan 2.0 noch geklärt werden, welchem Bereich vereinsorganisierte Jugendfreizeiten zugeordnet sind. Abschließend heißt es in dem Schreiben: „Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass Sport umgehend wieder ohne zu große Einschränkungen in den Vereinen betrieben werden kann. Bitte treten Sie gemeinsam mit uns auch gegenüber den Kommunen und Städten dafür ein, dass Sportanlagen in den Sommermonaten geöffnet werden und auch in Ferienzeiten geöffnet bleiben.“

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Seite zuletzt aktualisiert am: 18.06.2021

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