25.01.2020

Vereinsdialog mit großer Resonanz

Autor / Quelle: KHHa/FFor

Gewinnung neuer Mitarbeiter soll forciert werden

 

Beim inzwischen fünften Vereinsdialog konnte sich der Kreis-Fußballverband über eine rege Diskussionsrunde erfreuen: 28 Personen haben im Vereinsheim des Sportvereins SW Varenrode an der Versammlung teilgenommen. In angenehmer Atmosphäre sprachen die Vertreter von neun Vereinen mit der Führungsspitze des Kreisverbandes.

 

Das erste Thema, das ausführlich diskutiert wurde, war die immer schwieriger werdende Suche nach Personen, die sich für eine Funktion zur Verfügung stellen. Treffend formulierte es Karsten Pöppe vom SC Spelle-Venhaus: „Wir schaffen es zwar immer noch, es wird in der heutigen Zeit aber schwieriger, Leute als Trainer oder Betreuer von Fußballmannschaften zu finden“. In der weiteren Aussprache wurden ein paar wenige Beispiele genannt, wie die Problemlösung gelingen kann. Gezielte und wertschätzende Ansprache von Personen zum Beispiel. Der stellvertretende Vorsitzende und Ehrenamtsbeauftrage des KFV Hermann Wilkens verwies diesbezüglich u. a. auf einen Flyer „Ehrenamt – Für mich Ehrensache“, der bei ihm oder in der Geschäftsstelle Sögel angefordert werden kann. Auch Kerstin Kossen als Ausschuss-Vorsitzende für Qualifizierung hat ihre Unterstützung angeboten.

An diese Diskussion nahtlos angeschlossen hat sich der Dialog zum Thema „Rückgang bei den Mannschafts-Meldungen“. Im Emsland sind 52 Mannschaften in 2019 im Vergleich zum Vorjahr weniger gemeldet worden, und das ausschließlich Jugend-Teams. Vereine und KFV-Vorstand bemühen sich intensiv um eine Beendigung der Abwärtsspirale, die vor allem die kleineren Vereine betrifft. Wenige Vereine wachsen noch, die meisten jedoch schrumpfen, das die allgemeine Erkenntnis aus der Diskussion. Michael Oldenburg als Vorsitzender vom SV BW Lünne: „Wir profitieren von Spielgemeinschaften im Jugendbereich, ansonsten ständen wir wahrscheinlich ohne A- oder B-Jugend da“. Die Bildung von Spielgemeinschaften erstreckt sich inzwischen runter bis in den D-Bereich. Angeregt wurde von den Vereinsvertretern, das Auswechselkontingent zu überdenken bzw. zu verbessern. Heiner Feldmann vom SV Concordia Emsbüren verwies auf eine Erkenntnis aus einer hierzu gebildeten Arbeitsgruppe: „Vor allem im A- B- und C-Jugendbereich müssen wir im Spielbetrieb flexibel sein und um jeden einzelnen Spieler kämpfen, damit sie später im Seniorenbereich noch dabei sind“. Die Wünsche und Anregungen der Vereine möchte der KFV-Vorstand möglichst umsetzen, gab  Hubert Börger als KFV-Vorsitzender zu verstehen.

Passend hierzu wurde danach das Thema Schiedsrichter diskutiert. Im Emsland gibt es mit ca. 500 aktuell noch genügend Referees. Auch in diesem Bereich fällt es zunehmend schwer, Nachwuchs zu gewinnen. „Wir haben ein Erhaltungsproblem“, meinte der neue Kreisschiedsrichter-Obmann Tobias Dankert zur Abbruchquote. „Daher wollen wir zukünftig über eine Marketing-Aktion auch über 25-Jährige versuchen zu gewinnen bzw. zurück zu gewinnen“.

Im weiteren Verlauf des Vereinsdialogs wurden unter anderem die Themen Frauen- /Mädchenfußball, Trainer-Ausbildung und Spielbetrieb diskutiert.

Wie in den Vereinsdialogen zuvor äußerten sich die Vereinsvertreter unzufrieden über die Pressearbeit inkl. Veröffentlichungen im Emslandsportbereich der NOZ als auch Lokalsport Lingener Tagespost. Einzelne Vereine bevorzugen alternativ Sozial Media-Plattformen. Allen Vereinen wurde die eigenständige Nutzung des NOZ-Portals FuPa empfohlen.

Nach zwei Stunden konstruktivem Austausch zwischen Vereinen und Verband war die Veranstaltung beendet, von der alle Beteiligten ein positives Fazit zogen.

Hubert Börger bedankte sich zum Abschluss für die konstruktive und jederzeit sachliche Diskussion.

Der nächste Vereinsdialog wird dann wieder im Bereich Emsland-Nord stattfinden.

 

 

Zurück
Seite zuletzt aktualisiert am: 21.02.2020

Unsere Partner