Emsländischer Schiedsrichter vom Rassismusvorwurf freigesprochen

Unparteiischer vollständig rehabilitiert
Nach umfangreichen Ermittlungen und Prüfung von Zeugenaussagen wurde der emsländische Schiedsrichter, dem im Zusammenhang mit der Spielleitung TuRa 07 Westrhauderfehn U23 gegen SC Rhauderfehn-Langholt eine angeblich rassistische Äußerung vorgeworfen wurde, vom Sportgericht des NFV Bezirks Weser-Ems von allen Vorwürfen freigesprochen.
"Wir freuen uns sehr, dass unser Schiedsrichter durch dieses Urteil vollständig rehabilitiert wurde", so der Vorsitzendes des Kreisfußballverbandes Emsland, Heinz-Gerd Evers. Wie es überhaupt zu einer Anklage kommen konnte, ist Evers unklar. "Nach meinem Dafürhalten wollte sich hier möglicherweise ein TuRa-Spieler auf Kosten des Schiedsrichters profilieren. Damit wurde allerdings den Menschen, die tatsächlichem Rassismus ausgesetzt sind, ein "Bärendienst" erwiesen."
Für grenzwertig hält der Kreisvorsitzende im Übrigen die Berichterstattung in der Ostfriesen-Zeitung (OZ). "Hier wurde nach meinem Empfinden unter Missachtung jeglicher journalistischer Sorgfalt ein Schiedsrichter, der nicht nur seit über 25 Jahren einen tadellosen Ruf als Unparteiischer genießt, sondern zudem für seine Verdienste zum Ehrenmitglied seines Vereins ernannt wurde, in ein "falsches Licht" gerückt. Diese "bad news are good news"-Mentalität im Stile einer Boulevardpresse mag zwar der Zeitung einige zusätzliche "Klicks" eingebracht haben, löste aber nicht nur für den Schiedsrichter selbst, sondern auch für sein familiäres Umfeld eine sehr schwierige Zeit aus", so Evers.
"Wir hoffen, dass die Familie des Schiedsrichters nach diesem Sportgerichtsurteil nun zur Ruhe kommt", erklärten unisono Evers sowie der Chef der emsländischen Schiedsrichter, Tobias Dankert.
Auch die Emslandsport-Redaktion hat den Fall nach dem Urteil des Bezirks-Sportgerichts aufgegriffen und darüber am 04.11.25 in diesem Artikel berichtet.