Gut besuchter KJA-Kaminabend in Geeste

Der Kreisjugendausschuss (KJA) hat erstmalig zu einem emslandweiten Kaminabend geladen. Dieser Einladung sind am 17.06.2025 insgesamt rund 90 Delegierte aus den Vereinen gefolgt. Der KJA zeigte sich mit der großen Resonanz der Vereinsvertreter auf die Einladung zum Gespräch sehr zufrieden.
Stefan Jürgens als Vorsitzender des Kreisjugendausschusses leitete nach einer Begrüßung und Grußworten durch den Vorsitzenden des NFV Kreis Emsland Heinz-Gerd Evers die Veranstaltung mit den folgenden Worten ein:
„In der Vergangenheit haben wir die Kaminabende in den einzelnen Altkreisen und im November eines Jahres durchgeführt, aber die sinkende Teilnahmezahlen nahm der KJA zum Anlass, der Veranstaltung frischen Wind einzuhauchen. Wir im KJA haben uns deshalb entschieden, die Kaminabende ab sofort emslandweit und jeweils im Juni und September durchzuführen. Wir sehen dadurch die Chance, im Rahmen der geöffneten Meldefenster zur Feld- und Hallensaison die interessierten Vertreter der Vereine mit den wichtigsten Informationen zu versorgen und offene Fragen zu beantworten“.
Der KJA blickte als ersten Tagesordnungspunkt auf die vergangene Hallensaison zurück und informierte die Vereinsvertreter über positive und negative Aspekte der zurückliegenden Saison. Negativ herausgestochen haben in dieser Hallenrunde extrem viele Nichtantritte. Sehr auffällig war, dass die Nichtantritte insbesondere bei den F- und G-Jugend-Turnieren passiert sind. Viele Mannschaften haben kurzfristig abgesagt oder sind erst gar nicht erschienen. Da der NFV für die F- und G-Jugend keine Hallenkreismeisterschaft mehr vorsieht und die Hallensituation keinen geordneten Spielbetrieb hergibt, hat der Jugendausschuss aufgrund der vielen Nichtantritte in der G- und F-Jugend beschlossen, ab der Saison 25/26 erstmal keine Turniere für die G- und F-Jugend mehr auszurichten. Der KJA bedauert diese Entscheidung sehr und bat die Vereine um konstruktive Ideen für die Durchführung von G- und F-Jugend Turnieren. Der Vorsitzende des Jugendausschusses sagte, dass der KJA offen für gute und umsetzbare Ideen ist, um auch zukünftig wieder etwas für die Kleinsten anzubieten.
Die Verantwortlichen des KJA haben nochmal herausgestellt, dass mit der Anmeldung zur Hallenrunde wieder eine größere Verbindlichkeit einhergehen sollte. Es ist leider nicht immer machbar, auf regionale oder terminliche Belange Rücksicht zu nehmen. Die Planung der Hallensaison ist ein sehr schwieriges und umfangreiches Unterfangen mit vielen Einflussfaktoren. Der KJA muss die Hallen so verplanen, wie sie von den Kommunen angeboten werden. Dies führe auch dazu, dass es mal zu weniger schönen Terminen wie kurz vor Weihnachten oder in der ersten Januar-Woche kommt. Aus den Vereinen gab es den Wunsch, Hallenleitungen abzufragen und vor allem rechtzeitig über die entsprechenden Hallenleitungen zu informieren.
Der zweite Tagesordnungspunkt drehte sich um die vom NFV initiierte Spielklassen-Strukturreform. Es wird zukünftig sowohl im Winter als auch im Sommer Aufsteiger in den und Absteiger aus dem Bezirk geben. Oberhalb der Kreisliga wird der Spielbetrieb in 6er-Staffeln stattfinden, und somit werden auch die Entfernungen sprich Fahrtzeiten für die Jugendmannschaften reduziert. Ziel der Strukturreform war es, den Mannschaften möglichst ein spielstärkengleiches Staffelsystem zu ermöglichen und auch unterjährig den Auf- und Abstieg zu ermöglichen. Für das Emsland ändert sich im Spielbetrieb des Kreises nichts, hat aber den Vorteil, dass zukünftig 3 anstatt 2 Aufsteiger in den Bezirk hoch können.
Im dritten Tagesordnungspunkt informierte der KJA über die Meldemöglichkeiten und Änderungen zur neuen Saison. Hervorgehoben wurden hier noch mal die Neuerung des 5 vs 5 in der E-Jugend und die Spielweisen im Kinderfußball (G- und F-Jugend). Weiterhin informierte der KJA über die Sonderspielrechte und die dazugehörigen Regelungen.
Als Viertes kam Lars Kollmer als Vertreter des Kreisschiedsrichterausschuss zu Wort und berichtete aus dem KJA und bevorstehende Ausbildungsgänge. Er hob hervor, dass wir im Schiedsrichterwesen kein Ausbildungsproblem, sondern ein Erhaltungsproblem haben. Er bat die Vereinsvertreter um Rücksicht insbesondere bei jungen Schiedsrichtern und wies dann auch auf das Patenmodell hin, welches junge Schiedsrichter bei ihren ersten Einsätzen unterstütze.
Als Vertreter des Nachwuchsleistungszentrum Emsland präsentierte Rainer Sobiech die Philosophie des Nachwuchsleistungszentrums und beantwortete Fragen der Vereine. Der Vorsitzende des NFV Kreis Emsland hob anschließend nochmal hervor, dass wir im Emsland mit dem NLZ Emsland eine Sonderstellung haben. Das NLZ Emsland ist das einzige NLZ, welches nicht bei einem Profiverein angesiedelt ist, sondern eine ganze Region vertritt. Rainer Sobiech informierte die Zuhörer über die Teilnahme der U13 am Nord-Cup (Spielbetrieb für NLZs) und die Herausnahme aus dem normalen Spielbetrieb im Kreis. Weiterhin klärte er auf, wie man auf interessante Spieler seitens des NLZ zugeht und versprach, dass die entsprechende Kommunikation immer zuerst mit dem Heimatverein stattfindet.
Unter dem Punkt „Sonstiges“ wies der KJA noch darauf hin, dass für den Bereich Mitte noch eine Staffelleitung für G- und F-Junioren gesucht wird, ehe die Veranstaltung dann mit dem Schlusswort beendet wurde.
Die Präsentation zu dieser Veranstaltung ist hier noch einmal nachzulesen.
Für Rückfragen steht der KJA gerne zur Verfügung.
Bericht: Stefan Jürgens (KJO)